Windräder auf einer grünen Hügellandschaft mit Hinweis auf den Value Chain Cap und die Frage, ob KMU trotz CSRD‑Reform weiter ESG‑Druck spüren.

Value Chain Cap – Weniger Berichtspflichten und echte Entlastung für KMU?

Mit dem Value Chain Cap reagiert die EU auf ein zentrales Problem der CSRD: den sogenannten „Trickle-Down-Effekt“.

Große Unternehmen geben ihre Nachhaltigkeitsanforderungen entlang der Wertschöpfungskette weiter.

KMU müssen umfangreiche Daten liefern, ohne selbst berichtspflichtig zu sein.

Der Value Chain Cap setzt genau hier an:
Er begrenzt die Informationen, die von nicht berichtspflichtigen Partnerinnen und Partnern angefordert werden dürfen.

Künftig sollen sich Datenanfragen am freiwilligen VSME-Standard orientieren.

Das Ziel: Entlastung.

Aber: Die Entlastung greift nicht vollständig.

Banken unterliegen eigenen regulatorischen Anforderungen und benötigen weiterhin ESG-Daten zur Risikobewertung.
Gleichzeitig werden genau diese Daten durch den Value Chain Cap begrenzt.
70% der Banken erwarten daher zusätzlichen Aufwand bei der Datenerhebung.

Fazit:
Der Value Chain Cap schützt KMU vor übermäßigen Anforderungen großer Unternehmen, aber nicht vor den ESG-Datenanforderungen ihrer Hausbanken.

Genau hier liegt der blinde Fleck der geplanten Reform.

retria unterstützt Sie dabei, ESG-Datenanforderungen entlang der Wertschöpfungskette zu steuern und regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen.