Beiträge mit dem Stichwort: ‘retria̵
Greenwashing: EU-Beweispflicht ab 2026
Mit der EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition) verschärft die EU die Anforderungen an Nachhaltigkeits- und Umweltversprechen von Unternehmen. Ab September 2026 dürfen Aussagen wie „klimaneutral“, „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ nur noch verwendet werden, wenn sie klar belegt und transparent nachvollziehbar sind. Die Richtlinie betrifft insbesondere: Marketing- und Produktkommunikation Nachhaltigkeitssiegel ESG-Claims gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern…
WeiterlesenTransitionspläne werden Pflicht für Banken
Mit der Umsetzung der Capital Requirements Directive VI (CRD VI) wird auch das deutsche Kreditwesengesetz (KWG) angepasst. Ein zentraler Bestandteil: Banken müssen künftig Transitionspläne zur Steuerung von Klimarisiken erstellen. Was zunächst wie eine reine Bankenregulierung wirkt, betrifft auch Unternehmen. Denn Banken müssen künftig prüfen, ob ihre Kund*innen ihre Transformation in Richtung klimaneutrale Wirtschaft umsetzen können.…
WeiterlesenESRS 2.0: Müssen wir unsere bestehende DWA jetzt anpassen?
Die kurze Antwort: Ja – aber nicht komplett neu starten. Mit den ESRS‑Überarbeitungen 2025 verschiebt sich der Fokus vom komplexen prozessorientierten hin zu einer schlankeren, strategischeren und top‑down ausgerichteten doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Was heißt das für bereits durchgeführte DWAs nach ESRS Set 1? Sie müssen nachschärfen, aber nicht von vorne beginnen. Die wichtigsten Änderungen: Top‑down statt…
WeiterlesenBilanzielle Realität: So wirken ESG-Risiken auf Ihren Goodwill.
Aber werden diese Risiken auch in der Bilanz berücksichtigt? Im letzten Beitrag ging es um die Verknüpfung der ESG-Berichterstattung mit Lagebericht und Finanzinformationen. Dieses Beispiel zeigt, warum diese Verknüpfung nicht nur konzeptionell, sondern bilanziell relevant ist. Goodwill entsteht, wenn ein Unternehmen beim Kauf eines anderen mehr zahlt als den rechnerischen Wert der Vermögenswerte, in Erwartung…
WeiterlesenESG in der Finanzplanung: Integrierte Reporting‑Ansätze
Integrierte Berichterstattung verknüpft ESG-Daten systematisch mit Lagebericht und Finanzkennzahlen. Mit der CSRD entstehen umfangreiche Nachhaltigkeitsinformationen, die direkt Geschäftsmodell, Strategie, Cashflows und Unternehmensbewertung beeinflussen. Wer über Klimarisiken oder Transitionspläne berichtet, sollte deren finanzielle Auswirkungen konsequent in Planung und Lagebericht berücksichtigen. Genau hier setzt integrierte Berichterstattung an, sie schafft Transparenz und Konsistenz zwischen ESG und Finanzzahlen. Bei retria unterstützen wir Unternehmen…
WeiterlesenISO 9001:2026 – Klimawandel und ESG im Qualitätsmanagement
Der Fokus verschiebt sich deutlich, vom reinen Qualitätsmanagement, hin zu strategischer Unternehmenssteuerung. Klimawandel wird explizit berücksichtigt, Lieferkettenresilienz rückt stärker in den Fokus, Führung wird klarer in die Verantwortung genommen, Risiken müssen strategischer bewertet werden. Die Norm entwickelt sich vom operativen Qualitätsinstrument zu einem echten Steuerungssystem für Resilienz und Governance. Auch für Unternehmen ohne CSRD-Pflicht bietet ISO…
WeiterlesenWie soziale Standards nach dem LkSG wirklich wirken
Der aktuelle Bericht von Germanwatch e.V. und Misereor zeigt, wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in der Praxis wirkt. Soziale Standards entfalten Wirkung nur dort, wo Risikoanalysen, Abhilfemaßnahmen und Beschwerdeverfahren konsequent umgesetzt und nachvollziehbar dokumentiert werden. Betroffene und zivilgesellschaftliche Gruppen nutzen das Gesetz aktiv, um Menschenrechtsverletzungen sichtbar zu machen und Verbesserungen für Menschen und Umwelt zu erreichen.…
WeiterlesenWie CO₂‑Bepreisung zum Wettbewerbsfaktor für KMU wird
Mit dem EU‑Emissionshandelssystem (EU ETS), bestehend aus ETS 1 für Energie und Industrie sowie dem neuen ETS 2 für Gebäude und Verkehr, wird CO₂‑Bepreisung zu einem zentralen wirtschaftlichen Steuerungsinstrument in Europa. Auch wenn viele KMU nicht direkt emissionshandelspflichtig sind, steigen die CO₂-Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Energiepreise Transportkosten CO₂ in Vorprodukten Transitionsrisiken im Rahmen der…
WeiterlesenSteigende Strompreise: Chance durch erneuerbare Energie
Strompreise in der Industrie steigen absehbar und sie steigen strukturell. Langfristige Prognosen deuten auf einen Preisanstieg hin, der vor allem durch steigende CO₂-Preise und Kosten für den Netzausbau verursacht wird. Gleichzeitig erhöhen geopolitische Spannungen und die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Importen die Volatilität der Energiemärkte. Energie wird damit nicht nur zum Kostenfaktor, sondern zu einer…
WeiterlesenBaFin 2026: Nachhaltigkeitsrisiken im Mittelpunkt
Nachhaltigkeitsrisiken rücken stärker in den Fokus der Finanzaufsicht. Die BaFin macht in „Risiken im Fokus 2026“ unmissverständlich deutlich: Nachhaltigkeit ist kein Kommunikationsthema, sondern ein Risikotreiber für den Finanzsektor. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere: physische Risiken durch Klimawandel und Biodiversitätsverluste transitorische Risiken aus der Umstellung auf eine klimaarme Wirtschaft Gleichzeitig kündigt die BaFin an, ihre Aufsicht…
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