Windkraftanlagen vor einer Bergkulisse bei Sonnenaufgang, symbolisch für erneuerbare Energien und die Bedeutung wissenschaftsbasierter Klimaziele im Rahmen von Science Based Targets 2.0.

SBTi 2.0: Klimaziele als aktives Steuerungssystem

Science-Based Targets 2.0 bringt einen echten Paradigmenwechsel.

Die aktuellen Entwürfe der Science Based Targets initiative (SBTi) zeigen klar:
Klimaziele sind nicht mehr nur ein Commitment, sondern werden zum kontinuierlich zu steuernden Managementprozess.

Was sich grundlegend verändert:

  • stärkere Anforderungen an Umsetzung, Fortschreibung u. Governance
  • Transitionspläne werden zum verpflichtenden Steuerungsinstrument
  • kontinuierliches Monitoring und regelmäßige Fortschrittsprüfung
  • klare Priorisierung realer Emissionsreduktion vor Kompensation
  • neue Verantwortung für verbleibende Emissionen („Ongoing Emissions Responsibility“)

Besonders relevant:
Der Fokus verschiebt sich von „Ziele definieren“ hin zu „Transformation nachweisbar und transparent steuern“.

Net Zero wird zunehmend nicht mehr als fixer Endzustand verstanden, sondern als dynamischer, kontinuierlich zu steuerndem Prozess.

Damit gewinnen Klimaziele massiv an strategischer Bedeutung für Geschäftsmodell, Risikomanagement, Finanzierung und Kapitalzugang.

Die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt:
Wie wird aus einem Ziel ein funktionierendes Steuerungssystem?

retria begleitet Unternehmen von der CO₂-Bilanz über wissenschaftsbasierte Klimaziele bis hin zur Entwicklung und operativen Umsetzung belastbarer Transformationspläne.

Quelle: 
Science Based Targets initiative (SBTi) – Draft Corporate Net-Zero Standard V2.0 
Second Public Consultation, November 2025